Am Freitag, 4. September, geht es los. Dann tritt Palo Blanco im Büchel-Museum auf und lockt mit einem ganz eigenen Sound.

Diesen würde Pablo Sáez (Cajón, Schlagzeug) von Palo Blanco als „Flamenco-Jazz” bezeichnen: „Eine Fusion aus Flamenco, afro-peruanischer Musik und modernem Jazz. Dabei geht es uns nicht darum, die verschiedenen Stile einfach nebeneinander zu stellen, sondern ihre gemeinsamen Wurzeln und Möglichkeiten zu erforschen und vielleicht daraus etwas Eigenes entstehen zu lassen. Jazz ist immer, Work in Progress”. Was musikalisch bereits sehr vielversprechend klingt, spiegelt sich auch im Namen des Quartetts wider, denn Palo Blanco heißt Strohmann und steht für eine Art musikalische Verbindung: verschiedene kulturelle und musikalische Wurzeln, die zusammen einen neuen Klang entwickeln würden, so Sáez. Gemeinsam mit Daniel de Alcalá (Gitarre), Daniel Manrique-Smith (Flöte, Effekte) und Tibor Szücs „El Tiburón” (E-Bass, Gitarre) bildet er das Quartett.

Ein besonderer Termin

Für die Musiker ist der Auftritt in Aachen ein besonderer Termin, denn es ist ihr letztes Konzert vor der Aufnahme ihres ersten Albums und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur ersten eigenen Produktion.
Doch da ist noch mehr: Im kommenden Jahr wird das Cajón in Europa 50 Jahre alt, erzählt Pablo Sáez. Das ursprünglich aus Peru stammende Instrument kam in den 1970er-Jahren durch den Flamenco, insbesondere durch Paco de Lucía, nach Spanien und wurde dort zu einem festen Bestandteil dieser Musik. Nun will Palo Blanco dies zum Anlass nehmen und erstmals das komplette Album live spielen – noch bevor es überhaupt veröffentlicht ist. Das Publikum darf sich vor allem auf eine Menge musikalische Freiheit freuen.

„Die Jungs sind einfach großartig, und mit Daniel de Alcalá, Daniel Manrique und Tibor Szücs kann eigentlich alles passieren, verrät Sáez. Vieles entstehe im Moment durch das Zusammenspiel der Musiker, durch Improvisation und durch die Verbindung unterschiedlicher musikalischer Welten. Diese Musik hat etwas Magisches, das sich nur schwer in Worte fassen lässt – muss man einfach live erleben.“

Auch die Eröffnung der neuen Konzertsaison im Büchel-Museum ist für den Komponisten etwas Besonderes. Sáez war bereits mehrfach mit anderen Projekten, etwa Surensemble oder Juliana da Silva, zu Gast und schätzt das Programm des Museums sehr.

Gerade die unterschiedlichen musikalischen Perspektiven und Künstler, die dort zusammenkommen, hätten für ihn einen besonderen Reiz. Wer nun seine Chance nutzen und live dabei sein möchte, der sollte am Freitag, 4. September, ins Büchel-Museum gehen. Einlass ist um 18.30 Uhr, Beginn um
19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 28 Euro, für Fördermitglieder 25 Euro.